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Narkosebehandlungen

Lachgas

Lachgas (Distickstoffoxid) ist ein schon lange bekanntes Sedierungsmittel und wurde früher in hoher Konzentration benutzt, um den Patienten in eine Vollnarkose zu versetzen. Lachgas wird durch die Lunge in den Körper aufgenommen und nicht verstoffwechselt, sondern durch die Lunge wieder abgegeben.

Durch die heutzutage übliche niedrige Dosierung kann eine leichte bis mittlere Sedierungstiefe erreicht werden.  Die Patienten empfinden ein angenehmes und entspanntes Gefühl, Würgereiz und Schmerzempfinden nehmen ab. Das Zeitempfinden ist stark eingeschränkt und die Behandlung wird häufig als sehr kurz empfunden.

Ablauf:

  1. Der Patient wird an einen Überwachungsmonitor zur Kontrolle der Vitalparameter angeschlossen.
  2. Über die Nase bekommt er eine kleine Maske in die ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas geleitet wird.
  3. Verspürt der Patient ein angenehmes und entspanntes Gefühl kann mit der Behandlung begonnen werden.
  4. Der Patient ist jederzeit während der Behandlung ansprechbar.
  5. Wird das Lachgas wieder abgestellt lässt die Wirkung unmittelbar nach, der Patient bekommt noch einige Minuten reinen Sauerstoff zugeführt.

Lachgas/Dormicum

Die Kombination aus Lachgas und einer oralen Sedierung wie z. B. das am häufigsten benutzte Dormicum führt zu einer stärkeren Sedierungstiefe als die alleinige Anwendung von Lachgas.  

Die Wahrnehmung von Emotionen und Reizen ist bei der Gabe von Dormicum in Kombination mit Lachgas stark vermindert, Patienten fallen oft in einen leichten Dämmerschlaf. Häufig fehlt im Nachhinein die Erinnerung an die Behandlung

Ablauf:

  1. 30 Minuten vor Behandlungsbeginn Einnahme einer Dormicum-Tablette.
  2. Der Patient wird an einen Überwachungsmonitor zur Kontrolle der Vitalparameter angeschlossen.
  3. Über die Nase bekommt er eine kleine Maske in die ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas geleitet wird.
  4. Hat die Wirkung von Lachgas und Dormicum eingesetzt wird mit der Behandlung begonnen.
  5. Nach Behandlungsende wird das Lachgas abgestellt , der Patient in den Ruheraum begleitet und später mit einer Abholperson entlassen
  6. Der Patient ist 24h nicht verkehrstüchtig.

Vollnarkose

Mit einer Vollnarkose oder ITN erreicht man die stärkste Sedierungstiefe, der Patient ist komplett bewusstlos und verschläft die Behandlung. Eine Vollnarkose muss immer von einem Anästhesisten, also einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt werden.

Modern Vollnarkosen werden als TIVA (total intravenöse Anästhesie) durchgeführt, das heißt alle Medikamente werden kontinuierlich durch einen Venenzugang verabreicht.  Bei einer Vollnarkose ist sämtliches Schmerzempfinden ausgeschaltet und die Atmung setzt aus. Der Patient wird daher während der Vollnarkose intubiert und beatmet.

Ablauf:

  1. Der Patient erhält vom Anästhesisten einen Zugang und wird an einen Überwachungsmonitor zur Kontrolle der Vitalparameter angeschlossen.
  2. Die Vollnarkose wird durch das intravenöse Verabreichen eines Anästhetikums eingeleitet.
  3. Der Patient wird intubiert und an das Beatmungsgerät angeschlossen, im Anschluss wird mit der Behandlung begonnen.
  4. Nach Behandlungsende wird die Vollnarkose ausgeleitet, der Patient extubiert und im Aufwachraum weiter überwacht.
  5. Bei der Entlassung muss der Patient durch eine Begleitung abgeholt werden und ist 24h nicht verkehrstüchtig.

Was noch wichtig ist

Alle Narkosearten können nur nüchtern durchgeführt werden.

Nur bei der reinen Gabe von Lachgas ist der Patient unmittelbar nach der Behandlung wieder verkehrs-und geschäftstüchtig. Bei allen anderen Narkosearten ist eine Abholung durch eine Begleitperson notwendig.

Bei oralen Sedierungen mit Dormicum kann die Wirkdauer während der Behandlung nicht verlängert werden. Eine Kombination mit Lachgas ist daher immer empfehlenswert.  

Kosten für Sedierungen sind keine Kassenleistungen. Die privaten Kranken- oder Krankenzusatzversicherungen übernehmen die Kosten häufig in Abhängigkeit vom geschlossenen Vertrag.

Narkosen bei Dr. Kraus

  • Alle Narkosen finden in unserem Klinikbereich mit entsprechenden Sicherheits- und Hygienestandards, sowie kontinuierlicher Überwachung statt.
  • Lachgas- und Dormicum-Sedierungen erfolgen durch unser geschultes Praxispersonal.
  • Vollnarkosen werden vor Ort durch die erfahrene Anästhesie-Praxis Dr. Al-Qut und Dr. Schott aus Alzey durchgeführt.
  • Zum idealen Schmerzmanagement erfolgt bei jeder Sedierung zu Behandlungsbeginn  zusätzlich noch eine örtliche Betäubung.

Alles auf einen Blick

Unter einem Dach

Zahnärzte für groß und klein mit Spezialisten für alle Bereiche der Zahnmedizin.

Klinikbereich

Implantate, Komplettsanierungen und Narkosebehandlungen mit maximaler Sicherheit.

Gut erreichbar

Mit ÖPNV oder PKV direkt an der Mainzer Automeile. Kostenlose Parkplätze vor der Tür.

Barrierefrei

Barrierefreie Erreichbarkeit und behindertengerechte Ausstattung.

Häufig gestellte Fragen

Informationen rund um Ihre Behandlung finden Sie hier.

Für welche Patienten eignet sich Lachgas?

Lachgas eignet sich im Prinzip für alle Patienten. Da Lachgas durch die Nase eingeatmet wird, ist jedoch eine freie Nase und bei Kinden die Fähigkeit nur durch die Nase atmen zu können Voraussetzung.

Wie sicher ist Lachgas?

Lachgas-Sedierung ist ein sicheres Verfahren und wird seit vielen Jahrzehnten weltweit angewandt. Lachgas wird zusammen mit Sauerstoff gegeben und individuell auf den Patienten angepasst. Eine Überdosierung ist nicht möglich.

Wie lange kann eine Behandlung mit Lachgas dauern?

Auch zeitintensive Behandlungen könne mit Lachgas durchgeführt werden, es gibt hier im Prinzip keine Einschränkungen. Nach ca. vier Stunden sollte aber für das Wohlbefinden des Patienten kurz pausiert werden.

Wie schnell wirkt Lachgas?

Da Lachgas nicht verstoffwechselt wird, wirkt Lachgas umgehend nach dem Einatmen. Ebenso setzt die Wirkung sofort nach Ausschalten des Lachgases aus, so dass Patienten sofort wieder verkehrstüchtig sind.

Kann man Lachgas immer anwenden?

Da Lachgas durch die Nase eingeatmet wird, ist eine freie Nase und bei Kinden die Fähigkeit nur durch die Nase atmen zu können Voraussetzung. Kinder sind in der Regel mit ca. 4 Jahren in der Lage durch die Nase in die Lachgasmaske zu atmen.

Wie sicher ist eine orale Sedierung?

Die orale Sedierung ist eine sichere Möglichkeit, Schmerz und Bewusstsein zu dämpfen. Die Nebenwrikungen sind sehr gering und der Patient wird in der Praxis durchgehend betreut und überwacht.

Kann ich Dormicum bereits zu Hause einnehmen?

Dormicum können Sie nicht zu Hause einnehmen, da die Wirkung relativ schnell einsetzt.

Wie lange dauert es, bis man aus einer Vollnarkose aufwacht?

Das Aufwachen aus der Vollnarkose wird unmittelbar nach dem Ende des Eingriffs eingeleitet. Die vollständige Rückkehr zum Bewusstsein ist abhängig von Länge der Vollnarkose und dem Patienten an sich. Bis zum vollständigen Aufwachen findet eine durchgängige Betreuung im Aufwachraum statt.

Wie sicher ist eine Vollnarkose?

Eine Vollnarkose ist durch die durchgängige Anwesenheit eines Anästhesisten und einer kontinuierlichen Überwachung der Vitalwerte sehr sicher. Durch eine exakte Dosierbarkeit der Narkosemedikamente sind die Nebenwirkungen zudem gering.

Welche Nebenwirkungen hat eine Vollnarkose?

Narkosen sind heute durch die exakte Dosierbarkeit der Narkosemedikamente sicher und schonend, die Nebenwirkungen gering. In einigen Fällen kann aber nach der Narkose Überkeit auftreten, die medikamentös behandelt werden kann.

Wann kann eine Narkose nicht durchgeführt werden?

Im Prinzip kann bei entsprechender Überwachung bei allen Patienten eine Vollnarkose druchgeführt werden. Bei bestimmten Grunderkrankungen sollte Risiko und Nutzen aber sehr sorgfältig abgewägt werden. Im Vorgespräch mit dem Anästesisten wird dies sorgfältig besprochen.