Sie leiden unter Zahnfleischschmerzen?
Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie hiezu gerne!



Ursachen für schmerzendes Zahnfleisch & Entzündungen
Nicht immer müssen Schmerzen am Zahnfleisch schwerwiegende Ursachen zugrunde liegen. In vielen Fällen verschwinden die Beschwerden von allein wieder, etwa bei kleinen Verletzungen am Zahnfleisch. In anderen Fällen kann eine Anpassung der Putzgewohnheiten sinnvoll sein. Denn oftmals liegt schmerzendem Zahnfleisch aggressives Zähneputzen zugrunde. Dadurch wird das empfindliche Zahnfleisch gereizt.
Wer eine Zahnspange trägt, hat ebenfalls manchmal mit Schmerzen zu kämpfen. Gerade in der Anfangszeit können Zahnfleisch und Zähne auf den ungewohnten Druck reagieren. Bleiben die Beschwerden bestehen, sollten Patienten in jedem Fall den Kieferorthopäden aufsuchen und die Spange so anpassen lassen, dass keine wunden Stellen am Zahnfleisch entstehen. Gleiches gilt für Prothesenträger.
Gut zu wissen:
Aufgrund hormoneller Veränderungen ist bei Schwangeren das Zahnfleisch oftmals empfindlich und neigt zu Blutungen. Dies ist ein normaler Vorgang und in der Regel kein Grund zur Sorge. Wichtig ist hier eine gründliche Mundhygiene, damit keine bakteriellen Zahnbeläge entstehen.
Tatsächliche Erkrankungen des Zahnfleisches und des Kiefers müssen zahnärztlich behandelt werden. Zu diesen Erkrankungen zählen:
- Zahnfleischentzündung
- Parodontitis
- Kieferknochenentzündung
In diesen Fällen schmerzt das Zahnfleisch nicht nur, sondern ist oft auch geschwollen, empfindlich und blutet. Zu Beginn sprechen wir in der Zahnmedizin von einer Zahnfleischentzündung - auch Gingivitis genannt. Schreitet die Erkrankung fort, entsteht eine Parodontitis. Dringen die schädlichen Bakterien weiter vor, ist schließlich auch der Kiefer von der Entzündung betroffen. Eine umfassende Therapie ist dann notwendig.
Gut zu wissen: Bei schmerzendem Zahnfleisch oder Zahnschmerz sowie Beschwerden im Bereich des Kiefers kommt noch eine weitere Ursache infrage: die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet einen Fehlbiss, der verschiedene Symptome im ganzen Körper hervorrufen kann.
Zahnfleischbeschwerden: Wann zum Zahnarzt?
Nicht jeder Schmerz im Bereich des Zahnfleisches muss behandelt werden. Wer sich morgens beim Kaffee trinken den Gaumen verbrennt und dabei das Zahnfleisch verletzt, kann in der Regel auf die Heilungskräfte des eigenen Körpers bauen. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn die Beschwerden über längere Zeit hinweg anhalten und sich weitere Symptome hinzugesellen wie etwa:
- Schwellungen
- blutendes, empfindliches Zahnfleisch
- lose Zähne
- Mundgeruch
- pochende Schmerzen
- Fieber
- freiliegende Zahnhälse durch zurückgegangenes Zahnfleisch
Diese Symptome deuten auf eine Parodontitis hin und müssen dringend durch einen Parodontologen behandelt werden.
Entzündungen & Schmerzen mit Hausmitteln behandeln
Treten Schmerzen am Zahnfleisch am Wochenende oder in der Nacht auf, können verschiedene Hausmittel Abhilfe schaffen. Wer keine Mundspülung zur Hand hat, kann sich zunächst mit natürlichen Hausmitteln wie Salbei- oder Kamillentee behelfen. Auch Teebaumöl wirkt leicht desinfizierend und schmerzstillend und kann zum Gurgeln oder Spülen des Mundes verwendet werden. Spülungen mit Salz wirken ebenfalls desinfizierend, können jedoch bei kleinen Verletzungen im Mund ein leichtes Brennen verursachen. Hier ist Vorsicht geboten. Bei starken Zahnfleisch- und Zahnschmerzen können schmerzstillende Medikamente eingenommen werden. Dies sollte jedoch keine langfristige Lösung sein, sondern nur die Zeit bis zum Zahnarzttermin überbrücken.
Diagnostik bei Zahnfleischschmerzen
Die Diagnose ist sehr wichtig, um eine zielgerichtete Therapie zu ermöglichen. Dabei untersucht der Zahnarzt das Zahnfleisch zunächst. Zum Einsatz kommt eine Sonde, welche die Tiefe und den Zustand der Zahnfleischtaschen untersucht. Die Beschreibung der Beschwerden und Schmerzen durch den Patienten ist ebenfalls ein wichtiger Anhaltspunkt.
In manchen Fällen lohnt sich zusätzlich eine bildgebende Kontrolle der Zähne und des Kiefers. Hierfür kommt etwa die Digitale Volumentomographie (DVT) oder aber eine strahlungsarme Röntgenkontrolle zum Einsatz. Damit lässt sich der Zustand der Zähne und des Kieferknochens sehr gut darstellen. Aus den Befunden wird dann in der Regel eine individuell angepasste Therapie abgeleitet.
Behandlung bei Schmerzen & Zahnfleischentzündung
Je nachdem, welche Ursache der Auslöser für die Schmerzen ist, gibt es verschiedene Therapieansätze. Gerade bei kleinen Reizungen und Verletzungen können antibakterielle Mundspülungen helfen. Weiche Zahnbürsten schützen das Zahnfleisch zusätzlich. Bei schlechtsitzenden Prothesen oder schmerzenden Zahnspangen ist eine entsprechende Anpassung notwendig. Mit diesen Maßnahmen und einer guten Mundhygiene lassen sich leichte Entzündungen meist gut in den Griff kriegen.
Eine Professionelle Zahnreinigung entfernt zudem alle Beläge von den Zähnen und gibt der Zahnfleischentzündung die Möglichkeit zu heilen. Schwellungen, Zahnschmerzen und Entzündungen können auf diese Weise meist problemlos behandelt werden - sofern der Patient den Prozess durch die heimische Mund- und Zahnpflege unterstützt. Schmerzempfindliche Zähne können mit einer speziellen Fluoridierung behandelt werden und reagieren dann weniger empfindlich auf äußere Reize.
In manchen Fällen kann eine Kontrolle der Zahnfleischentzündung nach einigen Wochen sinnvoll sein. Auf diese Weise kann der Zahnarzt bei einer Verschlechterung der Gingivitis rasch eingreifen.
Sonderfall Parodontitis: Umfassende Behandlung
Hinter Zahnfleischschmerzen und Zahnschmerzen kann manchmal auch eine Parodontitis stecken. Bleibt eine Gingivitis unerkannt und damit unbehandelt, wandern die Bakterien durch das angegriffene Zahnfleisch Richtung Kieferknochen. Auf dem Weg dorthin schädigen sie den Zahnhalteapparat nachhaltig.
Gut zu wissen:
Je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto leichter lässt sie sich behandeln. Bei Anzeichen einer anhaltenden Zahnfleischentzündung sollten Sie darum stets den Zahnarzt konsultieren.
Schmerzen und Zahnfleischentzündungen verhindern
Am besten beugen Sie Zahnfleischschmerzen mit einer konsequenten Mundhygiene vor. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit einer weichen Zahnbürste und ohne zu starken Druck. Reinigen Sie die Zahnzwischenräume einmal täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten, denn dort sammeln sich die meisten Beläge. Ergänzend kann eine antibakterielle Mundspülung sinnvoll sein. Lassen Sie außerdem regelmäßig, in der Regel ein- bis zweimal im Jahr, Ihre Zähne beim Zahnarzt kontrollieren und professionell reinigen. So werden Beläge und Zahnstein auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt, und Entzündungen werden früh erkannt, bevor sie Beschwerden verursachen.
Häufige Fragen
Wie entsteht eine Parodontitis?
Eine Parodontitis tritt meist auf, wenn eine mangelnde Mundhygiene vorliegt. Nahrungsreste bilden einen bakteriellen Belag am Zahnfleischsaum und vermehren sich dort. Wird dieser Belag nicht täglich entfernt, kann eine bakterielle Infektion entstehen. Das Zahnfleisch wird gereizt und schwillt leicht an. Häufig treten auch Zahnfleischbluten und Mundgeruch auf.
Normalerweise schmiegt sich das Zahnfleisch eng um den Zahn und schützt den schmerzempfindlichen Zahnhals vor äußeren Einflüssen. Ist das Zahnfleisch jedoch entzündet, entsteht ein winziger Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahn. In der Zahnmedizin sprechen wir dann von Zahnfleischtaschen. Damit steht den Bakterien der Weg zum Kiefer offen.
Risikofaktoren sind unter anderem:
- Rauchen
- Stress
- Alkoholgenuss
- Ernährungsmängel (z. B. Mangel an Vitamin C und anderen antioxidativ wirkenden Substanzen)
- Empfindlichkeit des Zahnfleisches während der Schwangerschaft (Schwangerschaftsgingivitis)
- geschwächtes Immunsystem durch Erkrankungen (Diabetes, Herpes, etc.)
- Hormonelle Veränderungen
- Bestimmte Medikamente
Wie wird eine Parodontitis behandelt?
Die Behandlung der schweren Zahnfleischentzündung orientiert sich am Stadium der Erkrankung. In manchen Fällen ist eine Professionelle Zahnreinigung ausreichend. Bei schweren Fällen müssen Beläge an den Zähnen und erkranktes Zahnfleischgewebe operativ mittels Laser behandelt werden. Eine angepasste Antibiotikatherapie bekämpft die verbliebenen Bakterien zusätzlich. Mithilfe dieser Parodontitis-Behandlung ist es in der Regel möglich, den Zahnhalteapparat zu erhalten - sofern die Behandlung früh genug begonnen wurde.
Parodontitis oder Parodontose?
Die Parodontitis wird oft als Parodontose bezeichnet. Es handelt sich jedoch um zwei unterschiedliche Problemstellungen. Während die Parodontitis eine entzündliche bakterielle Erkrankung ist, bezeichnet der Begriff Parodontose einen nicht-entzündlichen Zahnfleischrückgang. Dieser tritt meist ab dem mittleren Lebensalter auf und kann erblich veranlagt sein. Heute wird anstelle des Begriffs Parodontose allerdings vorzugsweise die Bezeichnung Zahnfleisch-Rezession verwendet.






