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Amalgamentfernung

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Entdecken Sie umfassende Informationen zum Entfernen von Amalgamfüllungen, einschließlich der Risiken, verfügbaren Alternativen, des genauen Ablaufs und der damit verbundenen Kosten.

Amalgam wird seit langer Zeit in der Zahnmedizin als Füllung verwendet. Füllungen sind etwa nach einer Karies-Erkrankung oder nach einer Wurzelbehandlung notwendig, um das Loch im Zahn zu verschließen und Bakterien fernzuhalten. Mittlerweile gibt es mit Kunststoff, Kompositen und Keramik biokompatible und ästhetische Alternativen zu Amalgamfüllungen. Dennoch besteht nach wie vor jede 20. Füllung aus Amalgam, was sicher auch daran liegt, dass die gesetzlichen Krankenkassen im Backenzahnbereich lediglich die Kosten für Füllungen aus Amalgam übernehmen.
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Amalgam ist eine Metalllegierung und besteht neben anderen Metallen zu einem hohen Anteil aus Quecksilber. Quecksilber ist giftig und im Lauf der Zeit können sich kleinste Quecksilberpartikel aus Amalgamfüllungen lösen und möglicherweise Beschwerden auslösen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Menschen, nicht nur auf Amalgamfüllungen zu verzichten, sondern auch alte Amalgamfüllungen zu entfernen und durch alternative Materialien zu ersetzen.
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In der Praxis von Dr. Kraus in Mainz verwenden wir schon seit vielen Jahren kein Amalgam mehr als Füllungsmaterial und tauschen auf Patientenwunsch gerne alte Amalgamfüllungen gegen moderne, gut verträgliche Füllungen aus Kunststoff oder Keramik aus. Da bei der Entfernung von Amalgam Quecksilber freigesetzt werden kann, achten unsere Zahnärzte sorgfältig auf eine sichere Entfernung. Das Amalgam wird dabei gesondert abgeschieden und als Sondermüll fachgerecht entsorgt.

Risiken von Amalgamfüllungen

Problematisch ist die Zusammensetzung der Amalgamfüllungen. Diese bestehen zu mindestens 50 % aus Quecksilber - einem giftigen Schwermetall. Bei der täglichen Beanspruchung der Zähne durch das Kauen und beim Zähneputzen können sich kleine Partikel aus der Amalgamfüllung lösen und sich dann im Körper anlagern. Bei einer Amalgamfüllung besteht möglicherweise das Risiko einer chronischen Vergiftung über mehrere Jahre hinweg und einer negativen Auswirkung auf das zentrale Nervensystem des Menschen.

Anzeichen einer Quecksilbervergiftung beim Menschen sind:

  • starke Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Nierenfunktionsstörung
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Verdauungsstörungen  
  • chronische Darmentzündungen

Eine Entfernung der Amalgamfüllung kann diesen Erkrankungen und Beschwerden vorbeugen, bzw. diese lindern. Patienten sollten jedoch wissen, dass nicht nur Amalgamfüllungen für einen hohen Quecksilber-Gehalt im Körper verantwortlich sein können - auch die Ernährung macht hier viel aus. Vor allem Meeresfisch weist häufig einen hohen Quecksilber-Gehalt auf.

Gut zu wissen: Viele Praxen vertreten den Grundsatz, dass intakte Füllungen nicht behandelt werden sollten, sofern der Patient keine Beschwerden hat. Bei Dr. Kraus führen wir eine sichere Amalgamentfernung im Sinne der Vorsorge und auf Patientenwunsch durch - gerne auch, bevor Beschwerden entstehen.

Ist Amalgam verboten?

Grundsätzlich nutzen viele Zahnärzte Amalgam heutzutage nicht mehr, um die Gesundheit ihrer Patienten nicht zu gefährden. Ein generelles Verbot gibt es jedoch nicht, da wissenschaftliche Studien uneins sind, wie schädlich Amalgam in Zahnfüllungen tatsächlich ist. Gänzlich verboten sind Amalgamfüllungen für Jugendliche unter 15 Jahren sowie für Schwangere und Stillende.

Welche Alternativen gibt es zu Amalgam?

In unserer Praxisklinik in Mainz arbeiten wir mit verschiedenen Materialien, um Löcher im Zahn zu füllen und die Zahnsubstanz zu stabilisieren.

1. Keramik

Keramik ist langlebig und sieht dem echten Zahn zum Verwechseln ähnlich. Darum wird es häufig im Frontzahnbereich eingesetzt. Die Zahnfüllung aus Keramik - auch Inlay genannt - wird im zahntechnischen Labor nach einem Scan des vorbereiteten Zahns gefertigt, mithilfe eines Spezialklebers in den Zahn eingeklebt und kann dort im besten Fall ein Leben lang verbleiben. Keramik ist biokompatibel und farbbeständig.

2. Komposit- und Kunststoff-Füllungen

Komposit- bzw. Kunststoff-Füllungen sind ebenfalls langlebig und sehr gut verträglich. Je nach Größe der Zahnfüllung kann die Füllung gesamt in den Zahn eingebracht und dort ausgehärtet werden. Bei größeren Schäden wird das Komposit schichtweise in den Zahn gebracht. Im Gegensatz zu Keramik können Kunststoff-Füllungen im Laufe der Zeit nachdunkeln und weisen auch eine kürzere Haltbarkeit als Keramikfüllungen, bzw. Keramikinlays auf.

3. Gold

Gold ist ebenfalls in der Regel gut verträglich, sehr beständig und wird analog Keramik als Inlay im Labor gefertigt und in den Zahn geklebt. Der Nachteil ist die auffällige Farbe. Entsprechend kommt das Material hauptsächlich im Seitenzahnbereich zum Einsatz. Goldfüllungen bieten einen besonders guten Abschluss an den Rändern zum echten Zahn hin und minimieren damit das Eindringen von Bakterien.

Kosten einer Amalgamentfernung

Die Kosten einer Amalgamentfernung und des Ersatzes mit einer alternativen Füllung beginnen bei ca. 100 EUR, je nach Größe und Materialwunsch der Füllung. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten anteilig die Kosten für eine einfache Füllung, wenn die alte Amalgamfüllung schadhaft ist, ansonsten müssen die Kosten selbst getragen werden.

Ablauf einer Amalgamentfernung

Bei einer Amalgamentfernung ist ein präzises Vorgehen gefragt, um die Füllung umfassend und sicher zu entfernen. In der Regel können wir den Zahn direkt nach der Entfernung mit einem entsprechenden Ersatz füllen, den wir durch den finalen Zahnersatz ersetzen, sobald dieser von unserem Dentallabor fertiggestellt wurde.

Schritt 1: Vorbereitung

Für die Amalgamentfernung ist in der Regel eine lokale Betäubung ausreichend. Sprechen Sie uns jedoch gerne an, wenn Sie Angstpatient sind - wir stellen uns jederzeit auf Sie und Ihre Bedürfnisse ein. Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, wird um den zu behandelnden Zahn ein sogenannter Kofferdamm gelegt. Es handelt sich dabei um ein Gummituch, das die umliegenden Zähne und das Zahnfleisch während der Behandlung schützt. Auf diese Weise können sich Anteile der Amalgamfüllung, die beim Entfernen abbrechen können, nicht im Mund verteilen.

Schritt 2: Entfernen der Amalgamfüllung

Im Anschluss wird die Füllung vorsichtig entfernt. Das Ziel ist es stets, die Füllung möglichst im Ganzen aus dem Zahn zu entfernen. Um das Amalgam nicht unnötig zu erhitzen und damit den Anteil des freigesetzten Quecksilbers kleinzuhalten, arbeiten wir hier beim Herausbohren mit einer niedrigen Umdrehungszahl. Ein spezieller Clean-Up-Sauger sorgt während der Entfernung dafür, dass schädliche Quecksilberdämpfe direkt abgesaugt werden. Die Behandlung dauert pro Zahn zwischen 45 und 60 Minuten.

Schritt 3: Spülen & alternative Füllung

Zum Abschluss spülen wir den behandelten Zahn gründlich und prüfen die Zahnsubstanz auf Amalgam-Rückstände. Anschließend können wir den Zahn abformen und je nach gewähltem Material ein Provisorium einsetzen, das bis zur finalen Füllung im Zahn verbleibt und diesen vor den Bakterien des Mundraumes schützt. Bei Keramik- oder Gold-Zahnfüllungen ist dies etwa notwendig. Sofern nicht Allergien gegen bestimmte Stoffe bestehen, sind Sie frei in der Wahl des Materials für Ihre neue Zahnfüllung. Für den Frontzahnbereich empfehlen wir jedoch stets Keramik oder Komposit, damit sich die Zahnfüllung optisch nicht von der restlichen Zahnsubstanz abhebt.

Verhalten nach einer Amalgamentfernung

Nach einer Amalgamentfernung sind in der Regel keine besonderen Verhaltensweisen notwendig. Achten Sie jedoch darauf, die provisorische Füllung nicht zu stark zu belasten. Manche Patienten bevorzugen nach der Behandlung eine Entgiftung, um Giftstoffe, die über die Füllungen im Mund ihren Weg in den Körper gefunden haben, auszuschwemmen.

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Häufige Fragen

Wann muss eine Amalgamfüllung ausgetauscht werden?

Wie lange hält eine Amalgamfüllung?

Was ist besser: Amalgamfüllung oder Kunststoff?

Kann man eine Amalgamfüllung reparieren?

Woher weiß ich, ob ich eine Amalgamfüllung habe?

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