Ursachen und Symptome von Kieferknochenschwund


Warum baut sich KIeferknochen ab?
Der Kieferknochen ist ein lebendiges Gewebe, welches sich ein Leben lang verändert. Beim Kauen übertragen die Zahnwurzeln Kräfte auf ihn. Geht ein Zahn verloren, fehlt diese Belastung an der betroffenen Stelle - und der Knochen kann sich dort mit der Zeit zurückbilden.
Dieser Prozess wird als Kieferknochenabbau oder Kieferatrophie bezeichnet.
Welche typischen Ursachen es gibt und an welchen Symptomen Sie Veränderungen bemerken können, erfahren Sie im Folgenden.
Knochenabbau des Kiefers: Das Wichtigste über die Ursachen in Kürze
Ein Zahn fehlt:
An dieser Stelle kann sich der Kieferknochen mit der Zeit zurückbilden. Wie stark das geschieht, ist von Mensch zu Mensch verschieden.Eine Entzündung greift den Zahnhalteapparat an:
Bei einer Parodontitis oder anderen Entzündungen kann auch der Knochen geschädigt werden, der Ihre Zähne stützt.
Ursachen für Kieferknochenschwund im Detail
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Der häufigste Grund für Kieferknochenschwund: Zahnverlust
Bereits kurz nach dem Verlust eines Zahnes beginnt sich der Knochen an der entsprechenden Stelle zurückzubilden. Ist ein Kiefer oder sind Stellen im Kiefer längere Zeit zahnlos, so ist hier mit starken Knochenverlusten zu rechnen.
Bei vollständiger Zahnlosigkeit kann nach 10 bis 20 Jahren durchaus gar kein Kieferkamm mehr sichtbar sein (Kieferkammatrophie). Es befindet sich zwischen Mundraum und Nase dann noch eine Knochenlamelle und der Unterkiefer stellt sich nur noch als ein schmaler Knochen dar.
Das können Sie gegen Kieferknochenschwund nach Zahnverlust tun:
Hier bieten Implantate eine nachhaltige Lösung: , als künstliche Zahnwurzeln übertragen Sie ebenso Kaukräfte wie natürliche Wurzeln auf den Kieferknochen, stärken und schützen ihn damit langfristig. Lassen Sie Implantate am besten sofort nach einem Zahnverlust setzen, um den Knochenabbau zu verhindern und Ihre Lebensqualität zu erhalten. Substanzverluste des Knochens können damit vollständig vermieden oder sehr stark reduziert werden.
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Knochenabbau durch Entzündungen oder Erkrankungen
Weitere Gründe für Kieferknochenverlust gehen häufig mit Erkrankungen des Zahnhalteapparats einher, wie starker bzw. chronischer Parodontitis oder einer Periimplantitis (Entzündung) an bereits gesetzten Implantaten.
Auch Implantatverlust oder fehlgeschlagene Knochenaufbaumaßnahmen können Gründe für einen starken Knochenschwund im Kiefer sein, ebenso wie Tumorerkrankungen, die eine Kiefer(teil)resektion erforderlich machen.
Das können Sie gegen Kieferknochenschwund durch Parodontitis oder Periimplatitis tun:
Lassen Sie unbedingt Entzündungskrankheiten des Zahnhalteapparats behandeln, um Verluste von Knochensubstanz gar nicht erst entstehen zu lassen oder im schon fortgeschrittenen Verlauf zu stoppen.
Typische Symptome für Kieferknochenschwund
Ein Zahn fühlt sich locker an.
Ihre Prothese sitzt nicht mehr so gut wie früher.
Ihre Zähne sind empfindlicher geworden.
Druck oder Kälte verursachen Beschwerden.
Ihr Kiefer oder Ihre Gesichtsform haben sich sichtbar verändert.
Ihr Unterkiefer wirkt kürzer.
Das Abbeißen fällt Ihnen schwerer.
Das Kauen wird mühsamer.
Diese Veränderungen können auch andere Ursachen haben. Ob tatsächlich Kieferknochen abgebaut wurde, lässt sich nur durch eine Untersuchung feststellen. In unserer Implantatklinik in Mainz klären wir das gerne mit Ihnen ab.
Gut zu wissen: Ein Knochenabbau kann sowohl den Ober- als auch Unterkiefer betreffen. Am häufigsten und deutlichsten zeigt sich ein Knochenverlust jedoch im Seitenzahn- und Backenzahnbereich des Oberkiefers, da dort das Knochengewebe weicher und poröser ist als im Unterkiefer. Sind im Bereich des Seiten- und Backenzahnbereiches Implantate geplant, muss deutlich häufiger zunächst ein Knochenaufbau im Oberkiefer erfolgen.
Implantate trotz Knochenschwund?
Ihnen wurde gesagt, dass wegen Knochenschwunds keine Implantate möglich sind?
Oder vorhandene Implantate haben ihren Halt verloren?
Ihr Zahnarzt hat Ihnen gesagt, Implantate sind bei Ihnen nicht möglich?
Gerade in solchen komplexen Fällen lohnt sich eine spezialisierte zweite Einschätzung. In unserer Implantatklinik in Mainz hören wir häufig von solchen Aussagen und finden wir fast immer eine Implantatlösung – auch dann, wenn herkömmliche Implantate zunächst nicht möglich erscheinen.
Wir untersuchen Ihre Ausgangssituation sorgfältig und prüfen, welches Verfahren für Sie infrage kommt. Ein Knochenaufbau ist dabei nicht immer notwendig.

Zygoma-Implantate als Lösung bei starkem Knochenschwund
Zygoma-Implantate können bei starkem Knochenschwund im Oberkiefer eine Alternative zu herkömmlichen Implantaten mit Knochenaufbau sein. Sie werden nicht im zurückgebildeten Kieferknochen, sondern im stabilen Jochbein verankert. Dadurch ist eine Versorgung auch bei ausgeprägter Kieferatrophie möglich, wenn für normale Implantate nicht genügend Knochen vorhanden ist.
Besonders infrage kommen sie bei zahnlosen oder nahezu zahnlosen Oberkiefern und bei Patienten, bei denen ein Knochenaufbau (Sinuslift, Beckenkamm) nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Je nach verbliebener Knochensubstanz können ein oder zwei Zygoma-Implantate pro Seite eingesetzt werden.
Allerdings handelt es sich um einen sehr komplexen chirurgischen Eingriff, der Erfahrung mit dieser speziellen Implantation erfordert.
Feste Zähne auch bei starkem Knochenabbau - unsere besondere Spezialisierung
Auch wenn im Oberkiefer nur noch wenig Knochen vorhanden ist, können feste Zähne weiterhin möglich sein. Auf genau diese komplexen Ausgangssituationen ist die Dr. Kraus Implantatklinik in Mainz spezialisiert.
Als ZAGA Center Frankfurt-Mainz gehören wir zu einem internationalen Netzwerk spezialisierter Zygoma-Chirurgen. Dr. Daniel Kraus verfügt über mehr als 20 Jahre implantologische Erfahrung, hat über 20.000 Implantate gesetzt und ist insbesondere auf anspruchsvolle Versorgungen mit Zygoma- und Pterygoid-Implantaten spezialisiert.
Zygoma-Implantate werden im stabilen Jochbein verankert und können selbst bei ausgeprägtem Knochenabbau eine festsitzende Versorgung ermöglichen – häufig ohne umfangreichen Knochenaufbau. Bei geeigneten Voraussetzungen können Patienten bereits am Tag der Implantation einen ersten festsitzenden Zahnersatz erhalten.
Mit mehr als 300 gesetzten Zygoma-Implantaten und einer in unserer bisherigen Auswertung ermittelten Implantat-Überlebensrate von über 99 % verfügen wir über umfangreiche eigene Behandlungserfahrung. Die wissenschaftliche Auswertung dieser Ergebnisse ist noch nicht abgeschlossen.
Welche Möglichkeiten für Sie bestehen, klären wir anhand einer sorgfältigen Untersuchung und dreidimensionalen Diagnostik.

Was können Sie für Ihren Kieferknochen und gegen Knochenschwund tun?
Kieferknochenschwund lässt sich nicht immer verhindern. Sie können aber viel dafür tun, Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen:
Zähne und Zahnfleisch pflegen:
Gründliche tägliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen helfen, Entzündungen früh zu erkennen. Ob und wie oft eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen.Nach Zahnverlust beraten lassen:
Fehlt ein Zahn, klären wir mit Ihnen, welche Versorgung infrage kommt und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.Implantate regelmäßig kontrollieren lassen:
So können wir Veränderungen am Zahnfleisch oder rund um ein Implantat frühzeitig behandeln.Auf die allgemeine Knochengesundheit achten:
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D ist dafür wichtig. Sie ersetzt jedoch keine Untersuchung oder Behandlung im Mund.
Sie bemerken Veränderungen oder möchten wissen, welche Möglichkeiten Sie trotz Knochenabbau haben? Wir untersuchen Ihre Ausgangssituation und besprechen mit Ihnen einen passenden Weg. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Implantatklinik in Mainz.
Übrigens: Der Kieferknochen gibt nicht nur Ihren Zähnen Halt – er prägt auch die Form Ihres Gesichts. Baut er sich stark zurück, können Lippen und Wangen weniger gestützt wirken und die Gesichtszüge an Fülle verlieren. Kieferknochen zu erhalten, ist deshalb auch eine Frage der Ästhetik und Ihrer natürlichen Ausstrahlung. Lassen Sie Veränderungen frühzeitig untersuchen, damit wir Ihre Möglichkeiten gemeinsam besprechen können.











